„Lohnt sich das QNG überhaupt?“ — die häufigste Frage von Bauherren. Die ehrliche Antwort: fast immer ja, aber es hängt vom Projekt ab. Hier die Kostenseite und eine einfache Rechnung, mit der Sie es für sich selbst beantworten.
Woraus sich die QNG-Kosten zusammensetzen
Zwei Blöcke:
- Zertifizierungsgebühr der Zertifizierungsstelle. Für kleine Wohngebäude bewegt sie sich grob zwischen rund 600 und 6.000 €, je nach Stelle, Gebäudegröße und ob ein Vorzertifikat gemacht wird. Das QNG-Siegel selbst ist bei einigen Stellen (z. B. BiRN) bereits im Preis enthalten.
- Auditor-Honorar (Nachhaltigkeitsberatung). Das ist meist der größte Block und individuell — er richtet sich nach Aufwand und Projektgröße. Der Auditor begleitet Planung, Ökobilanz und Nachweise.
Dazu kommt bei manchen Stellen ein Pre-Check (z. B. bei NaWoh verpflichtend). Einen realistischen Startwert für den Gesamtaufwand können Sie im Rechner selbst anpassen.
Die Gegenrechnung: Was QNG einbringt
Auf der Nutzenseite stehen:
- 50.000 € zusätzlicher, zinsgünstiger KfW-Kredit je Wohnung (150.000 € statt 100.000 €). Der Vorteil ist die Zinsersparnis: Diesen Teil müssten Sie ohne QNG teurer bei der Bank finanzieren.
- Bei Vermietung ggf. die § 7b Sonder-AfA — ein zusätzlicher Steuervorteil.
- Ein dokumentiert nachhaltiges, wertstabiles Gebäude.
Rechnen Sie es selbst aus
Statt Bauchgefühl: Unser Förder-Rechner stellt Nutzen und Kosten gegenüber und zeigt einen Netto-Vorteil — für Ihre Zahl an Wohnungen, Ihren Zins und Ihre geschätzten QNG-Zusatzkosten. Für Mehrfamilienhäuser ist das Ergebnis meist eindeutig positiv; beim Einfamilienhaus lohnt der genaue Blick.
Erst prüfen, ob es überhaupt geht
Bevor Sie über Kosten nachdenken: Klären Sie, ob Ihr Neubau die QNG-Schwelle erreicht. Das geht kostenlos im vollen QNG-Check — inklusive Förder-Analyse. Und wenn Sie unsicher sind, hilft eine neutrale Beratung.
Fazit
Das QNG kostet Aufwand — aber der zinsgünstige Kredit-Bonus (und oft die Sonder-AfA) übersteigt diese Kosten in den meisten Fällen deutlich. Rechnen Sie es in zwei Minuten für Ihr Projekt durch:
Orientierungswerte, keine Finanz- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die offiziellen Gebührenordnungen und KfW-Bedingungen.
Quellen
- https://www.kfw.de (297/298)
- Gebührenordnungen BiRN, DGNB, NaWoh (Stand 2026)
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